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HDDs mit PCIe-NVMe-Schnittstelle unterwegs

Seagate präsentierte die erste Festplatte, die über die PCIe-Schnittstelle an einen Computer angeschlossen ist. Diese experimentelle Festplatte verwendet das NVMe-Protokoll, um nahtlos mit SSDs zu arbeiten. Die Verwendung eines einzigen Protokolls für verschiedene Arten von Speichergeräten kann die Dinge in Rechenzentren erheblich vereinfachen.

Der experimentelle Treiber basiert auf dem proprietären Controller von Seagate, der alle drei wichtigen Protokolle, einschließlich SAS, SATA und NVMe, über einen nativen NVMe-Port unterstützt und keine zufällige Bridge benötigt. Die HDD wurde in einem 2U JBOD-Gehäuse mit einem relativ einfachen PCIe-Switch demonstriert, der über die PCIe-Schnittstelle mit 12 3,5-Zoll-Laufwerken verbunden ist.

Moderne HDDs können kaum eine einzelne PCIe 2.0-Beziehung füllen, aber zukünftige Multi-Aktor-HDDs werden viel schneller sein. Daher können 6 Gbit/s von SATA oder 12 Gbit/s von SAS irgendwann nicht mehr ausreichen. Die Industrie muss neue Schnittstellen für den Anschluss von Festplatten in Betracht ziehen und PCIe ist jetzt eine bewährte Wahl. Darüber hinaus verbreitet sich das NVMe-Protokoll, da SSDs in Informationszentren immer häufiger vorkommen.

Andererseits wird die Einführung von PCIe-Kontakt-HDDs lange dauern. Seagate gibt an, dass die ersten Muster von PCIe/NVMe-Festplatten im September 2022, also fast ein Jahr später, einer Reihe von geschätzten Kunden zur Verfügung stehen werden. Kommerzielle PCIe/NVMe-Festplatten werden Mitte 2024 verfügbar sein. Diese HDDs wurden offenbar in erster Linie für Rechenzentren vorbereitet. Der Umstieg auf eine brandneue Schnittstelle und ein neues Protokoll kann jedoch für den PC-Markt sinnvoll sein, da dies die Leistung verbessert und die Architektur vereinfacht.

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